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Ist das Wasserbett schädlich?

Die Frage steht seit Jahren hartnäckig im Raum: Ist das Wasserbett schädlich? Die Vorurteile gegenüber Wasserbetten sind so zahlreich und allumfassend wie die Sterne am Himmel und halten sich hartnäckig. Warum das so ist, wissen Psychologen: Klischees graben sich tief in unser Gehirn ein. Wir bilden uns dank ihnen schnell ein Urteil. Das ist nämlich viel einfacher, als Zeit und Mühe zu investieren, um sich eine eigene Meinung bilden zu können. Nur: Stimmt das Klischee und manifestiert es sich zu recht als Urteil?

Tappen Sie bitte nicht in diese Falle, die Ihnen Ihr Gehirn stellt, und nutzen Sie es, um zu tun, was es ganz hervorragend kann: DENKEN!

Wir geben sachliche Antworten auf hartnäckige Vorurteile über Wasserbetten, z. B. ob Wasserbetten schädlich sind, ob Sex im Wasserbett überhaupt möglich ist und ob man wirklich krank durch Wasserbetten werden kann. Mit unseren Antworten können Sie sich Ihr eigenes Urteil bilden.

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Vorurteil 1: Durch das Gewicht des Wasserbettes stürzt die Decke ein

Die Tatsache, dass ein Wasserbett für zwei Personen mit allem Drum und Dran inklusive Personen, die darin schlafen, etwa 1 Tonne wiegt, löst automatisch den Gedanken aus: viel zu schwer! Da kracht doch bestimmt die Decke ein.

Wasserbett Tatsache: Jedem ordnungsgemäß gebauten Wohnraum liegt eine geltende DIN-Norm zugrunde. Sie regelt, welche Grundlast ein Raum mindestens tragen muss. Grundsätzlich können Sie von einer zulässigen Belastung von mindestens 200 kg/m² pro Raum ausgehen. Rechnen Sie das hoch auf einen Schlafraum von z. B. 16 m², könnte dieser Raum 3200 kg Last aufnehmen! Ein Wasserbett mit etwa 1000 kg erscheint in diesem Vergleich fast wie ein Leichtgewicht. Also: keine Sorge, Ihre Decke hält auf jeden Fall stand.

Lediglich bei Spitzböden ist Vorsicht geboten – diese wurden allerdings auch nie für eine Bewohnung konzipiert. Auch bei Häusern in Leichtbauweise oder solchen, die vor 1945 gebaut wurden, muss im Einzelfall entschieden werden, ob die Tragkraft ausreichend ist.

Für alle anderen Häuser, die ab 1945 gebaut wurden, gilt: Wasserbetten sind herzlich willkommen. Auf Holzbalkendecken genauso wie auf Betondecken, in der 3. Etage genauso wie im Erdgeschoss, als Eigentümer oder Mieter.

Vorurteil 2: Hüpfende Kinder im Wasserbett bringen es zum Platzen

Dame springt begeistert ins Bett
Ein Wasserbett ist ein druckloses System. Das bedeutet: Tritt oder hüpft man auf einer Stelle, weicht das Wasser hier zurück und das Wasserbett dehnt sich an einer anderen Stelle aus. Genauso wenig wie unser Magen platzt, wenn wir zu kräftig zugelangt haben, kann ein Wasserbett platzen. Es kann sich lediglich enorm ausdehnen. Wasserbett Tatsache: Wasserbetten lieben hüpfende Kinder, aber die Kinder werden die Lust am Hüpfen im Wasserbett schnell verlieren. Es ist nämlich richtig anstrengend. Probieren Sie es ruhig gemeinsam mit Ihren Kindern aus.

Vorurteil 3: Wasser und Strom – Eine gefährliche Kombination?

Wasserbett Tatsache: Heizung und Wasserkern eines Wasserbettes sind immer durch die Sicherheitswanne voneinander getrennt. Das bedeutet, dass selbst im Falle eines Lecks die Heizung niemals mit Wasser in Berührung kommt.

Moderne Heizsysteme sind darüber hinaus mehrfach abgesichert, isoliert, wasserdicht nach IP 67 und mit dem GS Zeichen für geprüfte Sicherheit versehen. Bei Ihrer Kaffeemaschine oder Ihrem Geschirrspüler machen Sie sich keine Sorgen um das Zusammenspiel von Wasser und Strom. Genauso wenig müssen Sie sich bei Ihrem Wasserbett darum sorgen, dass Strom und Wasser zueinanderfinden könnten.

Vorurteil 4: Die Wasserbett-Kosten sind wesentlich höher

So wie es bei „normalen“ Matratzen Preisspannen von engem Budget bis Ende offen gibt, gibt es diese Preisspanne auch bei Wasserbetten. Dass Wasserbetten generell teurer sind, kann man so also nicht sagen. Selbst wenn Sie qualitativ ähnliche Matratzen mit Wasserbetten vergleichen, gilt immer noch:

Wasserbett Tatsache: Das Wasserbett hat eine deutlich längere Lebenserwartung als andere Schlafsysteme. Wenn Sie bisher alle 7 Jahre eine neue Matratze gekauft haben, kann ein Wasserbett die doppelte Zeit halten. Sie brauchen es weder aus hygienischen Gründen zu tauschen, noch aus Gründen des nachlassenden Liegekomforts. Hygienisch ist ein Wasserbett nach jeder Reinigung so sauber wie am ersten Tag und der Liegekomfort bleibt immer gleich, weil Wasser nicht komprimieren kann und sich weder Dellen noch Beulen bilden.

Das heißt: Die Anschaffungskosten für ein Wasserbett könnten zwar etwas höher sein, allerdings lohnt sich diese Investition, denn das Wasserbett wird deutlich länger halten. Wenn also das Wasserbett und Ihr Vergleichsmodell im Matratzenbereich einen ähnlichen Preis haben, machen Sie sogar ein Schnäppchen.

Vorurteil 5: Es entstehen hohe Wasserkosten

Das Vorurteil resultiert aus der irrtümlichen Annahme, man müsse das Wasser in der Wassermatratze regelmäßig austauschen. Muss man aber nicht! Durch regelmäßige Zugabe eines Pflegemittels – Konditionierers – bleibt das Wasser stets frisch und sauber. Ein kompletter Wasserwechsel fällt lediglich bei einem Umzug an einen anderen Ort an.

Wasserbett Tatsache: Für die Erstbefüllung eines Doppelwasserbettes werden etwa 700 Liter Wasser benötigt. Je nach Gemeinde können Sie hierfür inkl. Abwassergebühren weniger als € 4,00 ansetzen. Folgekosten entstehen Ihnen keine.


Vorurteil 6: Wasserbetten verbrauchen viel Strom

Stromkosten fallen in der Tat an. Allerdings bewegen sich diese mit etwa 1,32 kWh pro Tag im allgemein erschwinglichen Bereich. Zumal Sie an anderer Stelle möglicherweise Kosten sparen werden: Die regelmäßigen Massagen wegen Verspannungen werden auf einmal unnötig, weil Sie durch anhaltende Wärme in der Nacht stets völlig entspannt sind. Sie fühlen sich gesünder und wohler.

Wasserbett Tatsache: Wenn man Stromkosten fürs Wasserbett als Luxus bezeichnen will, muss man dies auch bei der Klimaanlage im Auto tun. Würden Sie für den geringen Mehrverbrauch an Sprit wirklich darauf verzichten und bei 30 Grad von München nach Hamburg fahren? Ein bisschen erschwinglichen Luxus haben wir uns alle verdient, besonders wenn er uns so guttut.

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Vorurteil 7: Ein Wasserbett Macht seekrank

Ergonomische Liegeprüfung beim Probeliegen

Weil Wasserbetten auf jede Bewegung mit einer kleinen Gegenbewegung reagieren, hält sich auch dieses Vorurteil hartnäckig. Aber: Während des Probeliegens bewegen Sie sich vermutlich viel, während des Schlafes dagegen wenig. Durch die kleine Gegenbewegung werden Sie höchstens in der ersten Zeit kurz wach – und zwar nur, weil es zunächst ungewohnt ist. Später werden Sie genauso wenig wach, wie Kinder, die man in den Schlaf wiegt. Wie bei Kindern ist der Effekt im Wasserbett sogar eher beruhigend und schlaffördernd.

Wasserbett Tatsache: Seekrank kann man nur werden, wenn man selbst statisch ist, sich die Umgebung aber bewegt. Beispiele sind: Schiffe, Karusselle oder ein Auto. Verursachen wir selbst eine Bewegung, durch die sich die Umgebung bewegt, ist dies nicht der Fall. Beispiele: Tanzen, Laufen, Gehen. Da sich ein Wasserbett nur dann bewegt, wenn wir selbst uns bewegen, ist Seekrankheit also faktisch gar nicht möglich.

Unterschiedliche Beruhigungsstufen in einem Wasserbett sorgen zudem dafür, dass Sie genau sowenig oder soviel Bewegung spüren, wie es gerade für Sie angenehm ist.

Vorurteil 8: Wasserbetten machen Geräusche

Von normalen Kontaktgeräuschen, die Sie bei jedem Produkt haben abgesehen, (klopfen Sie auf einen Tisch, eine Wand, eine Matratze, Sie „hören“ immer etwas) machen Wasserbetten nur dann Geräusche, wenn sich Luft im Wasserkern angesammelt hat. Dies ist vor allem nach der Erstmontage nicht ungewöhnlich, kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt noch auftreten.

Wasser besteht auch aus Sauerstoff und diese Moleküle können sich in Form von Luft absetzen. Die Luft aus einem Wasserbett zu entfernen ist ein sehr einfacher Vorgang, den Sie sich am besten in einem Fachgeschäft zeigen lassen und auch selbst ausprobieren. Es soll auch Menschen geben, die das leise Gluckern sogar besonders beruhigend finden. Wer es allerdings nicht mag und auch keine Lust auf Entlüften hat, der kann einen Luftbinder ins Wasserbett geben – und Ruhe ist.

Wasserbett Tatsache: Wasserbetten machen keine Geräusche, es sei denn, es hat sich Luft angesammelt. In dem Fall stehen Ihnen mehrere Optionen zur Verfügung, die alle einfach, schnell und gut funktionieren.

Vorurteil 9: Ein Wasserbett muss versichert werden

Ein Wasserbett muss genauso wenig separat versichert werden, wie ein Geschirrspüler oder eine Waschmaschine. Hinzu kommt die Tatsche, dass Wasserbetten erst gar keinen Versicherungsfall begründen. Selbst im Falle eines Lecks wird ausgetretenes Wasser von der Sicherheitswanne aufgefangen. Ihr Fußboden bekommt kein Tröpfchen ab. Wenn Sie trotzdem auf Nummer sicher gehen wollen, gilt jedoch:

Wasserbett Tatsache: Wasserbetten zählen zu den „haushaltsüblichen Gegenständen“ und nur bei sehr alten Verträgen lohnt sich ein Blick in die Versicherungspolice oder ein Anruf bei Ihrem Versicherungsbüro.

Vorurteil 10: Sex im Wasserbett hat negative Auswirkungen

Wer kommt bloß darauf, dass Sex im Wasserbett negative Auswirkungen haben könnte und warum? Wasserbetten sind anpassungsfähig und druckfrei, bieten in jeder Position perfekte Unterstützung ohne schmerzende Druckpunkte. Hört sich das für Sie nach einer negativen Auswirkung bei Sex im Wasserbett an?

Wasserbett Tatsache: Sex auf dem Wasserbett ist für beide Partner ein ungeahnter Genuss. Nichts drückt, nichts klemmt. Beide Partner werden – egal in welcher Position – sanft getragen und die leichte Bewegung des Wasserbettes sorgt für zusätzliche Stimulanz bei Sex auf dem Wasserbett.

Apropos Bewegung: Ob diese eher langsam oder eher schnell ist, liegt nach wie vor an Ihnen. Wasser reagiert nur, es agiert nicht von sich aus. Sie bestimmen das Tempo, nicht das Wasserbett.

Vorurteil 11: Krank durch Wasserbett

Krank durch Wasserbett? Eher gesünder und sich wohler fühlen! Ob klein oder groß, dünn oder dick, Mann oder Frau, gesund oder krank – Wasserbetten sind immer eine mögliche Alternative zu anderen Schlafsystemen. Schädlich sind sie definitiv nicht.

Wasserbett Tatsache: Es gibt keinen medizinischen oder sonstigen Grund, der von vornherein gegen ein Wasserbett spricht.

Fazit:
Herr liegt auf der Seite, Beraterin prüft Ergonomie

Nachdem Sie sich nun selbst ein Urteil gebildet haben, statt blind einem Vorurteil Glauben zu schenken: Haben Sie jetzt nicht Lust, Ihr theoretisches Wissen einmal in der Praxis zu testen? In dem Fall sind Sie uns herzlich willkommen!