Aufbau eines Boxspringbettes2018-09-13T12:59:59+02:00

Aufbau eines Boxspringbettes

Boxspringbetten sehen oft ähnlich aus. Aber wie sind die Boxspringbetten aufgebaut? Welche Unterschiede gibt es? Und was ist für wen geeignet? Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns täglich. Die wichtigsten Erkenntnisse haben wir für Sie in diesem Ratgeber zusammengefasst.

Kunden testen den Aufbau eines Boxspringbetts im Boxspringbetten Showroom Dortmund

Boxspringbett

Ein Boxspringbett besteht aus zwei bzw. drei wichtigen Komponenten. Von unten nach oben baut sich ein Boxspringbett folgendermaßen auf:

Logo Boxspringbetten Schema

Amerikanische Boxspringbetten bestehen aus einem Boxspring mit einer besonders hohen Matratze. Bei der Skandinavischen Variante wird diese Kombination zusätzlich mit einem anpassungsfähigen Topper abgerundet.

Hinzu kommen noch das Kopfteil und die Füße. Diese Elemente haben keinen Einfluss auf den Schlafkomfort. Hier gibt es unzählige Varianten: von schlicht bis extravagant, „von der Stange“ bis „alles nach Maß“. Der Designer sind Sie!

Im folgenden Text gehen wir näher auf die einzelnen Boxspringelemente ein. Danach folgen ein Fazit und Ihre persönliche Checkliste. Wenn Sie diese Punkte beachten geht beim Boxspringbettenkauf sicher nichts schief.

Boxspring (=Untergestell)

Das Boxspring bildet das Fundament für das gleichnamige Bett. Der Name bildet sich aus den beiden wichtigsten Komponenten, die in diesem Bett verarbeitet werden: Ein Holzkasten (Box) und ein Federkern (Spring).

Für das Boxspring gibt es folgende Qualitätsmerkmale: Aufbau des Boxsprings, Federkern und Federkernlagerung.

Aufbau des Boxsprings

Darunter versteht man die Art, wie der Federkern im Boxspring gelagert wird. Die Unterschiede reichen von einer vollflächigen Federverteilung (100 % Federkern) bis hin zum Verzicht auf jegliche Federn. Dazwischen gibt es verschiedene Varianten, bei denen der Federkern durch eine Holz- und/ oder Schaumumrandung fixiert wird. Die verschiedenen Aufbauten haben Einfluss auf die Anpassung an den Körper in Randbereichen, den Komfort beim Aufstehen, die Faltenanfälligkeit und die Querbelüftung.

Vergleich verschiedener Untergestell-Aufbauten:

100% FederkernSoftsideHard- SoftsideHardsideHolzkasten mit Spanplatte
Anpassung am RandExzellentSehr gutBefriedigendMangelhaftUngenügend
Komfort beim AufstehenExzellentExzellentGutMangelhaftMangelhaft
FaltenanfälligkeitKeineMöglichGeringKeineKeine
QuerbelüftungExzellentGutBefriedigendMangelhaftUngenügend
GesamtbewertungExzellentSehr gutBefriedigendMangelhaftUngenügend
AlleinstellungsmerkmalBeste QualitätBestes Preis-Leistungs-VerhältnisGünstigster Aufbau

Erklärung der verschiedenen Untergestell-Aufbauten:

Die höchste Kunst in der Boxspringherstellung ist der Einbau eines vollflächigen Federkernes von Außenkante zu Außenkante. Über die gesamte Bettbreite passt sich die Unterfederung so an Ihren Körper an. Gerade bei Doppelbetten erreichen Sie auch in der Mitte des Bettes maximalen Schlafkomfort. Die Verarbeitung ist sehr aufwendig, weil die Federn sich leicht nach außen beulen können. Drahtverbindungen, die in Handarbeit angebracht werden müssen, verhindern das. Diese Technik beherrschen bis heute nur sehr wenige Hersteller.

Vorteile von 100% Federkern Aufbauten

Die Stahlfedern auf der gesamten Fläche haben eine sehr gute Rückstellkraft, sodass der Stoffbezug straff und glatt bleibt.

Beim Hinsetzen und Aufstehen wird nur geringer Druck auf die Unterschenkel ausgeübt. Wer es schon einmal anders erlebt hat weiß, dass eine harte Bettumrandung unangenehme Schmerzen beim täglichen Aufstehen verursachen kann.

Die Belüftungseigenschaften sind beim vollflächigen Federkern exzellent. Kein Material im Bett ist so luftdurchlässig wie ein Federkern. Gerade für Personen die zum Schwitzen neigen ist diese Art der Verarbeitung zu empfehlen. Zusätzlich sorgt eine gute Be- und Entlüftung für ein trockenes Schlafklima. Das ist angenehm und sorgt für weniger Milben.

Softside bedeutet „weiche Seite“. Bei dieser Art der Verarbeitung wird der Federkern von einem Schaumrahmen umschlossen. Dieser sorgt dafür, dass die Federn von oben nach unten arbeiten können und nicht ausbeulen. Diese Art der Verarbeitung ist preisgünstig und trotzdem sehr gut.

Vorteile von Softside-Umrandung Aufbauten

Die Anpassung am Rand und in der Mitte (bei Doppelbetten) bleibt nahezu vollständig erhalten.

Das Ein- und Aussteigen ist sehr angenehm, da der Komfortschaum ähnlich anpassungsfähig ist wie der vollflächige Federkern.

Ein offenporiger Schaum ist sehr atmungsaktiv und ermöglicht eine ähnlich gute Luftzirkulation wie bei einem Boxspring mit 100 % Federkern.

! Achtung ! – Gerade bei Schäumen gibt es große Qualitätsunterschiede. Ein minderwertiger Schaum verliert mit der Zeit an Volumen und es kommt zu einer Faltenbildung beim Bezugsstoff. Das Risiko schließen Sie aus, indem Sie nach Raumgewicht und Stauchhärte fragen.

Eine gute Schaumqualität beginnt ab einem Raumgewicht von 45 kg/m3 und einer Stauchhärte von ca. 3 kPa.

Hardside heißt übersetzt „harte Seite“. Der Federkern wird hier in den Holzrahmen eingesetzt. So wird auf andere Art und Weise der Federkern fixiert. Das ist eine kostengünstigere Variante, da die Holzbox an den Seiten etwas höher gebaut wird.

Vorteile von Hardside-Boxspring Aufbauten

Der Bezugsstoff lässt sich leicht spannen und ist damit nicht anfällig für Falten. Ein zu straff gespannter Bezugsstoff kann die Anpassungsfähigkeit des Federkerns einschränken.

Die Hard-Softside Unterfederung ist eine Kombination aus den beschriebenen Softside und Hardside Gestellen. Der Federkern wird sowohl durch eine feste Holzumrandung als auch durch den Schaum gehalten. Dadurch wird der Federkern gut fixiert und das Ein- und Aussteigen bleibt komfortabel.

Vorteile von Hard-Softside Unterfederung

Das Aufstehen aus dem Bett bleibt angenehm, da die Holzumrandung in der Box mit einer Schicht Kaltschaum gepolstert wird.

Gleichzeitig wird die Faltenanfälligkeit durch den starren Holzrahmen verringert. Trotzdem sollte auch hier auf die Schaumqualität geachtet werden. Eine gute Qualität beginnt bei einem Raumgewicht von 45 kg/m3 und einer Stauchhärte von ca. 3 kPa.

Boxspringbetten mit Holzkasten gibt es nicht. Sie sind eine Erfindung der Industrie, die optisch nach einem Boxspringbett aussieht. Hier wird ein Kasten aus Holz gebaut, auf den meistens eine Spanplatte gelegt wird.

Seitdem am 30.06.2017 die überarbeitete DIN 68871 veröffentlicht wurde dürfen solche Betten nicht mehr als Boxspringbetten deklariert werden. Häufig werden diese Betten als vermeintliche Schnäppchen unter dem Namen „Boxbett“ angeboten.

Problematisch ist, dass eine Be- und Entlüftung komplett verhindert wird und sich Feuchtigkeit ansammeln kann. Dadurch entsteht ein feucht-warmes Klima wodurch sich Schimmel bilden kann.

Einziger Vorteil

Der Holzkasten lässt sich leicht und faltenfrei beziehen. Ansonsten sind die Liege- und Belüftungseigenschaften mangelhaft bis ungenügend. Diese Art der Konstruktion sieht nur gut aus und sorgt für eine angenehme Höhe.

Tipp: Drücken Sie mit der Hand die Seite des Boxsprings nach unten, um die Bauweise zu erkennen. Spüren Sie Stahlfedern, haben Sie ein Boxspring mit der Variante 100 % Federkern. Ein weicher Rand bedeutet Softside. Ist der Rand bis oben hin fest ist es ein Hardside-Boxspring oder ein Holzkasten. Ein Harside-Boxspring unterscheiden Sie von einem Holzkasten, indem Sie in der Mitte auf das Untergestell klopfen.

Als Federkern wird eine Verbindung vieler einzelner Spiralfedern bezeichnet. Zusammen ergeben sie eine Einheit, die auf den Körper reagiert. Im Boxspring gibt es hier zwei Anforderungen an den Federkern:

Der Federkern sollte langfristig starken Druck aushalten.

Der Federkern soll sich an die Körperform des Schläfers anpassen. Die Hüfte soll gestützt und die Schulter entlastet werden, um den Körper ergonomisch perfekt zu betten.

Vergleich verschiedener Federkern-Arten

5-7 Zonen Tonnen-taschen-federkern7-Zonen Taschen-federkern5-Gang Bonell-federkernKein Federkern
ElastizitätPunktuellPunktuellFlächeKeine
Anpassung an den KörperExzellentExzellentAusreichendUngenügend
Unterstützung der HüfteExzellentExzellentBefriedigendMangelhaft
Entlastung der SchulterExzellentExzellentBefriedigendUngenügend
Lebensdauer im UntergestellExzellent (bis 120 kg)BefriedigendExzellent (bis 200 kg)
GesamtbewertungExzellentGutBefriedigendUngenügend
AlleinstellungsmerkmalBeste Qualität bis 120 kg Beste Qualität ab 120 kgGünstigster Preis

Erklärung der verschiedenen Federkern-Arten:

Die bereits beschriebenen „Boxbetten“ ohne Federkern bieten keinerlei Anpassung oder Druckentlastung. Hier liegen die weiteren Komponenten auf einer Holzplatte. Neben der fehlenden Be-und Entlüftung wird die Boxspringmatratze extrem gestaucht und die Lebensdauer leidet.
Der Bonellfederkern ist das optische Gegenstück zum Tonnentaschenfederkern. Die Federn sind tailliert – werden also zur Mitte hin schmaler. Anders als bei den Taschenfederkernen werden die Federn hier alle mit vielen kleinen Drähten miteinander verbunden. Durch diese feste Verbindung reagieren viele Federn auf Druck. Der Federkern ist flächenelastisch. Das heißt: Wenn Sie auf eine Stelle Druck ausüben, verteilt sich der Druck auf die umliegenden Federn.

Diese Druckverteilung hat zur Folge, dass leichte Körperpartien kaum einsinken und leichte Personen auf solch einem Federkern ergonomisch nicht richtig entlastet werden können. Die Ergonomie wird durch verschiedene Gänge leicht verbessert. Dafür werden im Schulterbereich Federn verwendet, die leichter nachgeben. Da alle Federn mit einander verdrahtet sind ist dieser Effekt minimal.

Ab einem Körpergewicht von ca. 120 kg (je nach Körpergröße) bietet die Gewichtsverteilung auf eine große Fläche Vorteile in der Langlebigkeit.

Als (Zylinder-)Taschenfederkern bezeichnet werden in Stoffsäckchen eingenähte Stahlfedern. Vom von den Tonnentaschenfedern unterscheiden sich diese in ihrer zylindrischen Form. Dadurch geben die Taschenfedern deutlich mehr nach. In der Matratze ist diese Eigenschaft absolut positiv. Im Boxspring geben sie nicht genügend Halt.
Der Begriff Tonnentaschenfederkern klingt komplizierter als er ist. Sie kennen die alten Whiskeyfässer? Schön bauchig rund aus Holzplanken geformt. Wohlig duftend und extrem robust. Beim Tonnentaschenfederkern ist es genau so (zum Glück oder leider ohne den markanten Geruch). Ein „Whiskeyfass“ aus einer Stahlfeder gedreht und in ein kleines Stoffsäckchen eingenäht. – Fertig ist die Tonnentaschenfeder. Wird diese eine Tonnentaschenfeder mit vielen weiteren verbunden entsteht ein Tonnentaschenfederkern.

Und die Zonen? Bezeichnen verschieden dicke Stahldrähte. Da wir Menschen keine Rechtecke sind, bei denen die Hüfte genauso viel wiegt wie die Oberschenkel oder die Schulter (auch wenn es manchmal schön wäre J), müssen die Stahlfedern unterschiedlich robust sein. Die Schulter soll tief in das Boxspringbett einsinken und entlastet werden. Der Körperschwerpunkt im Bereich der Hüfte muss genügend unterstützt werden, um zu verhindern, dass Sie durchhängen und wie in einer Kuhle oder Hängematte liegen.

Der Grund dafür, dass sich der Tonnentaschenfederkern optimal als Unterfederung im Boxspring eignet, ist seine bauchige Form. Bei höherem Druck erzeugt die Feder einen höheren Gegendruck. Ein Durchhängen wird also vermieden. Der Federkern nimmt den Druck optimal auf, sodass die darauf aufbauenden Schichten (Matratze & Topper) hervorragend arbeiten können.

Weitere Qualitätsmerkmale sind die Anzahl der Windungen (ideal sind 6-9), die Höhe des Federkerns (10-12 cm) und die Anzahl der Federn (250-300 Federn/m2).

Federkernlagerung

Das dritte Qualitätskriterium ist die Federkernlagerung. Also die Konstruktion des Untergestelles da, wo der Federkern liegt. Hier haben sich in Deutschland überwiegend zwei Arten durchgesetzt:

Holzlattung (teilweise mit Gewirke)

Spanplatte

Holzlattung mit GewirkeHolzlattungSpanplatte
Be- und EntlüftungExzellentGutUngenügend
GeruchsbildungSehr gering (bei Massivholz)Sehr gering (bei Massivholz)Leichte Gerüche möglich
Unterstützung des FederkernsExzellentExzellentExzellent
GesamtbewertungExzellentSehr gutBefriedigend
AlleinstellungsmerkmalBeste Qualität & bestes Preis- LeistungsverhältnisGünstigster Preis

Erklärung verschiedener Arten der Federkernlagerung:

Eine Spanplatte unter dem Federkern ist schon besser als eine Spanplatte ohne Federkern im Boxspring. Die Federn liegen auf der gesamten Fläche auf und können überall sehr gut arbeiten.

Problematisch wird es wieder bei der Be- und Entlüftung. Denn auch hier kann sich Feuchtigkeit im Boxspring sammeln und zu Schimmelpilzbildung führen. Zusätzlich werden Spanplatten hergestellt, indem große Mengen Holzspäne miteinander verleimt werden. Das kann zu einer unangenehmen Geruchsbildung führen. Und obwohl der Formaldehyd-Grenzwert innerhalb der EU sehr gering ist, gibt es Menschen, bei denen Spanplatten in geschlossenen Räumen zu Kopfschmerzen führen.

Wir empfehlen daher ausdrücklich die Holzlattung.

Der Begriff Holzlattung beschreibt unflexible Holzleisten, die quer im Boxspring verlaufen. Sie geben dem gesamten Boxspringbett halt und unterstützen den Federkern. Wichtig ist hier, dass die Abstände zwischen den einzelnen Holzlatten groß genug sind, dass genügend Luft transportiert werden kann. Gleichzeitig müssen die Abstände immer so klein sein, dass alle Federn genügend unterstützt werden und nicht nach unten durchhängen können.

Spannt man ein stabiles Gewirke (offenmaschiges Netz) über die gesamte Holzlattung, können die Abstände zwischen den Leisten bei gleichbleibendem Liegekomfort stark vergrößert werden. So erhalten Sie mit geringen Kosten einen großen Mehrwert.

Um sicherzustellen, dass das Boxspringbett lange Zeit hält, sollten Sie auf die Verwendung von Massivholz im Boxspring achten. Am besten geeignet sind harte Hölzer wie Eichen- oder Buchenholz.

Empfehlung Boxspring

Mit der Erfahrung aus über 55 Jahren und mehr als 5.000 zufriedenen Boxspringbettenkunden empfehlen wir folgenden Aufbau im Untergestell:

Untergestell Aufbau: 100 % Federkern oder Softside-Umrandung
Federkern: 5-7 Zonen Tonnentaschenfederkern (bis 120 kg), 5-Gang Bonellfederkern (ab 120 kg)
Federkernlagerung: Holzlattung mit und ohne Gewirke aus massivem Buchenholz

Wichtig: Es gibt viele verschiedene Arten von Federkernen. Eine Beratung und insbesondere ein ausgiebiges Probeliegen sind absolut notwendig. Jeder fühlt sich auf etwas anderem wohl. Dieser Ratgeber kann nur Anhaltspunkte liefern, was für wen geeignet ist und worauf Sie achten sollten.

Matratze

Die Matratze ist das Herzstück des Boxspringbettes. Sie muss sich an die Körperform des Schläfers anpassen, ihn beim Drehen und Wenden unterstützen und die Luftzirkulation fördern. – Und das ist die Herausforderung:

  • Unterschiedlich große Personen

  • Unterschiedlich schwere Personen

  • Unterschiedliche Körperbautypen (H, I, X, V, E, A)

  • Unterschiedliche Vorlieben (hart / weich / warm / kalt)

  • Allergien

  • Rücken- oder Nackenschmerzen lindern

  • Und persönliche Wünsche (Federanzahl, Kein Metall, u.v.m.)

Jeder Mensch stellt andere Anforderungen an das Herzstück. Wie ist es für Sie perfekt? In unserer immer stärker individualisierten Welt gibt es schon lange nicht mehr „die eine für alle“. Renommierte Hersteller, wie z.B. die Firmen Velda und Tempur, lösen diese Herausforderung mit vielen unterschiedlichen Modellen. Jedes Modell gibt es in verschiedenen Höhen oder Härtegraden.

So hat die Firma Velda zum Beispiel über 30 verschiedene Taschenfederkernmatratzen im Angebot. Die meisten in zwei bis vier Härtegraden. Grundsätzlich kann man sagen, dass jede Matratze ihre Berechtigung hat: verschiedene Preislagen mit unterschiedlicher Lebensdauerr für unterschiedliche Schlaftypen. Aber welche passt zu Ihnen? Das sollte ein Experte gemeinsam mit Ihnen herausfinden. In einer umfassenden Schlaf- und Bedarfsanalyse mit anschließendem Probeliegen kann eine Boxspringmatratze gefunden werden, die all Ihre Bedürfnisse erfüllt.

Wegen der vielen Ansprüche an eine Matratze kann die folgende Matratzenaufstellung nur Anhaltspunkte dafür geben wo die Vorteile der gängigsten Matratzentypen liegen.

Vergleich verschiedener Arten von Boxspringmatratzen

5-7 Zonen Taschen-federkern5-7 Zonen Tonnen-taschen-federkern5-Gang Bonellfe-derkernKalt-schaum-matratzeViscoschaum- Matratze
KörperanpassungExzellentBefriedigendMangelhaftExzellentExzellent
ErgonomieExzellent möglichGut möglichMangelhaftExzellent möglichGut
Bettklima (Bewertung nicht möglich)Kühl und trockenKühl und TrockenKühl und TrockenKühl- trocken bis warm- feuchtWohlig warm
DruckentlastungMit Topper sehr gutMit Topper sehr gutMit Topper befriedigendSehr gutExzellent
GesamtbewertungExzellent möglichGut möglichAusreichendExzellent möglichSehr gut
AlleinstellungsmerkmalBetten-Bormann EmpfehlungGünstigste VarianteBetten-Bormann Empfehlung ab 120 kgEmpfehlung bei Druck-empfindlich-keit

Erklärung der verschiedenen Federkern-Arten:

Auch an Viscoschaummatratzen denkt man im ersten Moment nicht, wenn man an Boxspringbetten denkt. Die Firma TEMPUR hat hier Pionierarbeit geleistet. Mit bemerkenswerten Ergebnissen.

Viscoschaum ist besonders druckentlastend und somit gerade für empfindliche Personen bestens geeignet. Oft wird diese Matratzenart auch als die „intelligenteste“ bezeichnet. Denn der Schaum übt nahezu keinen Gegendruck auf den Körper aus und kehrt erst wieder in seine ursprüngliche Position zurück, wenn der Schläfer sich gedreht hat. Achten Sie hier vor allem auf das Qualitätsmerkmal Raumgewicht. Es sollte bei 70 kg/m3 oder höher liegen. Bei Tempur liegt es bei 85 kg/m3 und die Firma gibt 15 Jahre Garantie auf die Matratzen.

Viele Wasserbettenschläfer, die nach Jahren aus verschiedensten Gründen auf ein Boxspringbett umsteigen möchten, entscheiden sich für ein Boxspringbett mit einer Viscoschaummatratze. Denn gerade Wasserbettenschläfer sind eine hohe Druckentlastung gewohnt.

Je nach Körpergewicht ist im unteren Boxspring sowohl ein Taschenfederkern (bis 120 kg) als auch ein Bonellfederkern (ab 120 kg) geeignet. Ein Topper, der sonst druckentlastend wirkt, ist hier nicht mehr notwendig.

Die Kaltschaummatratze ist ein Exot im Bereich der Boxspringbetten. Ursprünglich bestand ein echtes Boxspringbett aus zwei übereinanderliegenden Federkernen. Doch es gibt durchaus sinnvolle Einsatzbereiche.

Gerade für schwerere Personen (ab 120 kg) ist sie ideal geeignet, da Kaltschaummatratzen eine hohe Lebensdauer haben und sich ergonomisch gut anpassen können. Die Mischung aus Punkt- und Flächenelastizität ist hier besonders geeignet.

Wichtiges Qualitätsmerkmal ist hier das Raumgewicht. Um mit einem höheren Körpergewicht eine ideale Lebensdauer zu erreichen, sollte dieses bei mindesten 60 kg/m3 liegen. Eine Kaltschaummatratze, die sich sehr gut als Boxspringmatratze eignet, ist die „Metzeler Delight“ in Härtestufe 4 oder 5.

Als Unterfederung im Boxspring empfehlen wir hierzu einen Bonellfederkern. Auf einen Topper sollte verzichtet werden, da dieser zu schnell durchliegen würde.

Auch hier gilt: Was in der unteren Box noch teilweise seine Berechtigung hatte, hat in der Boxspringmatratze nichts mehr verloren.

Durch die mit Drähten verbundenen taillierten Stahlfedern passiert durch die direkte Belastung des Schläfers folgendes: Der Körperschwerpunkt (Hüfte) staucht die Federn am meisten. Die Schulter schafft es beinahe gar nicht einzusinken und sie liegen, besonders auf der Seite, wie in einer Hängematte. Wenn Sie bisher noch keine Rückenschmerzen hatten, können sie hier langfristig entstehen.

Die wie ein Whiskeyfass geformten Tonnentaschenfedern bilden bei steigendem Druck schnell einen großen Widerstand. Im Untergestell des Boxsprings kann der Tonnentaschenfederkern so einen passenden Gegendruck aufbauen. In der Matratze ist dieser kontraproduktiv: Wichtige Körperpartien sinken hier meist nicht tief genug ein.

Die weiteren Eigenschaften sind vergleichbar mit denen des Taschenfederkerns. Achten Sie beim Probeliegen also genau darauf, dass Ihre Wirbelsäule gerade liegt. Bitten Sie den Berater die Wirbelsäule abzutasten und ggf. ein Foto zu machen. – Ist die Wirbelsäule gerade und Sie fühlen sich wohl, haben Sie Ihre perfekte Matratze gefunden.

War der 5-7 Zonen Taschenfederkern für die Verarbeitung der Box noch zu weich eignet er sich für die Verwendung in einer Boxspringmatratze ideal. – Vorausgesetzt die Untermatratze gibt die notwendige Unterstützung.

Die senkrecht stehenden Taschenfedern werden in bis zu sieben Zonen unterteilt. Das bedeutet es gibt folgende Bereiche:

  • Kopf (fest)
  • Schulter (sehr weich)
  • Taille (fest)

  • Hüfte (mittel)

  • Taille (fest)

  • Schulter (sehr weich)

  • Kopf (fest)

„2x Kopf?“, werden wir oft gefragt. „Ja, so können Sie die Matratze drehen und die Lebensdauer deutlich erhöhen“, antworten wir. In Wahrheit sind es also vier Zonen, die den Oberkörper entlasten. Die verhältnismäßig leichten Beine bleiben auf der Oberfläche der Matratze, sodass die Zonen im unteren Teil der Matratze nicht belastet werden.

Ein Vorteil dieser Matratze ist die punktuelle Anpassung, die zusätzlich massiv durch die Anzahl der Federn beeinflusst wird. Grundsätzlich gilt:

  • je leichter eine Person, desto mehr Federn pro m2
  • je leichter eine Person, desto mehr Windungen je Feder

Entgegen der Andeutungen vieler Werbeversprechen ist eine Matratze also nicht besser, wenn sie mehr Federn hat. Die Federn werden viel zu klein und weich. Sie können den Schläfer nicht mehr unterstützen. So reicht also für einen 180 cm großen Herrn mit einem Gewicht von 85 kg meist eine Boxspringmatratze mit 250-300 Federn/m2.

Wie bereits in der Einleitung beschrieben gibt es viele Taschenfederkernmatratzen und jede hat ihre Berechtigung. Hier hilft: Probeliegen und beraten lassen. Finden Sie das Modell auf dem Sie sich am wohlsten fühlen und auf dem Ihre Wirbelsäule gerade liegt.

! Wichtig ! Achten Sie bei Federkernmatratzen zusätzlich auf die Abdeckung, die auf dem Federkern liegt. Diese ist idealerweise aus einem atmungsaktiven Latex. Alternativ aus einem eher festeren Kaltschaum.

Matratzenauflage (Topper)

Der Topper ist das „I-Tüpfelchen“ beim Boxspringbett. Er ist optional. Boxspringbetten mit Topper wurden zuerst in Skandinavien entwickelt. Eine zusätzliche weiche Schicht auf der Boxspringmatratze, die sich an den gesamten Körper anschmiegt und so das Körpergewicht über die größtmögliche Fläche verteilt.

Neben der Komfortsteigerung lässt sich der Bezug sehr leicht abnehmen und waschen. Das ist gerade für Allergiker ein Vorteil. Außerdem erhöht sich die angenehme Einstiegshöhe weiter und das Aufstehen wird noch leichter. Bis zu einem Körpergewicht von 120 kg bietet er ausschließlich mehr Komfort. Danach sollte auf einen Topper verzichtet werden, da er sich zu schnell durchliegen würde.

Mit dem Topper holen Sie sich Ihr individuelles Wohlfühlgefühl ins Boxspringbett. Es gibt viele verschiedene Topperarten mit unterschiedlichen Effekten. Die wichtigsten stellen wir Ihnen hier vor:

– Viscoschaum Topper – für druckempfindliche Frierer
– Kaltschaum Topper – für festes Liegen (Oft zu fest!)
– Latex Topper – für angenehmes und ergonomisches Liegen
– Gelax Topper (Gelschaum) – für druckempfindliche Schwitzer

Vergleich verschiedener Arten von Toppern:

In der folgenden Tabelle haben wir die verschiedenen Eigenschaften der Topper übersichtlich zusammengestellt. Wir empfehlen Ihnen auch bei der Topperwahl überprüfen zu lassen, ob Sie weiterhin ergonomisch gerade liegen. In der Regel hat der Topper aber wenig Einfluss auf das ergonomische Liegen (das macht die Matratze). Großen Einfluss hat der Topper auf das Liegegefühl und das Bettklima.

ViscoKaltschaumLatexGelax
BettklimaWarmKühlangenehmKühl
AtmungsaktivitätExzellentExzellentExzellentExzellent
Besondere EigenschaftDruckent-lastendFesteres LiegegefühlSehr anpassungs-fähigAnpassungs-fähig und Kühl
GesamtbewertungFür druck-empfindliche FriererWenn Sie es gerne fest wünschenFür angenehmes und ergonomisches LiegenFür druck-empfindliche Schwitzer

Bei dieser Tabelle wäre eine Benotung unangebracht, da jedes Toppermaterial seine Berechtigung hat. – Je nach Anforderungen des Schläfers.

Erklärung der verschiedenen Topperarten

Die jungen Gelschäume vereinen das beste aus zwei Welten: Druckentlastend wie ein Visco Topper und atmungsaktiv wie ein Latex Topper. Wenn Sie als gerne wie auf Wolken liegen – schwerelos bei einer kühlen Briese – ist das Ihr Topper.
Diese Topperart ist besonders anpassungsfähig. So können die darunterliegenden Schichten bestmöglich mitarbeiten und das Boxspringbett entfaltet seine volle Wirkung. Für die meisten Schläfertypen eignet sich dieser Topper. Latex ist besonders offenporig und es entsteht ein angenehmes Schlafklima trotz der hohen Anpassung.

Tipp: Die beste Wirkung beim Latex Topper erzielen Sie mit einer Taschenfederkernmatratze (ebenfalls mit Latexabdeckung) und einem Tonnentaschenfederkern Boxspring.

Kaltschaum Topper sind nicht in Liegezonen aufgeteilt und haben keine Einschnitte. Sie fühlen sich „brettiger“ an. Dadurch liegt der Körper mehr auf der Oberfläche. Das Drehen und Wenden fällt besonders leicht und das Bettklima ist kühl, die Druckentlastung kaum vorhanden.

Viscoschaum ist ein besonders druckentlastender Schaum. Die ursprünglichen Viscoschäume reagieren auf Körperwärme und es entsteht ein wärmeres Bettklima. Mit einem passenden Oberbett kann die Wärme hier je nach Bedürfnis reguliert werden.

Auf was muss ich beim Boxspringbetten-Kauf achten?

  • Persönliche Checkliste

  • Erhalte exklusive Angebote

  • Infos rund um Betten

  • News max. 1 x pro Monat

  • Jederzeit einfach kündbar

Fazit

Das eine Boxspringbett für alle gibt es leider/ zum Glück nicht. Individuelle Bedürfnisse erfordern individuelle Lösungen. Das Thema Schlafen ist genauso komplex wie der menschliche Körper selbst.

Schlafen, essen, bewegen sind alles Aktivitäten, die oft unterbewusst ablaufen. Wenn es darum geht gesund zu leben, die Leistungsfähigkeit zu optimieren oder Schmerzen vorzubeugen (oder zu lindern),  sind es genau diese Aktivitäten, die ein unfassbares Potential bieten.

Wir von Betten-Bormann aus Dortmund haben uns dem Thema Schlaf verschrieben und beraten unsere Kunden herstellerunabhängig. Es geht um die Zufriedenheit unserer Kunden. Diese Verpflichtung nehmen wir absolut ernst. Ebenso wie viele weitere Fachhändler in ganz Deutschland. Wenn Sie aus der Ferne auf diesen Beitrag aufmerksam wurden, finden Sie hier eine Initiative professioneller Bettenfachhändler aus ganz Deutschland: https://schlaf-mit-mir.com/

Damit Sie das Wissen für die weitere Boxspringbetten-Suche nutzen können, haben wir eine Checkliste mit den wichtigsten Punkten zusammengestellt. Gerne schicken wir Ihnen Ihre persönliche Checkliste als PDF-Datei per Mail zu.

Wir hoffen, dass Sie interessante Erkenntnisse aus diesem Beitrag mitnehmen. Sollten Fragen offengeblieben sein oder neue hinzugekommen, beantworten wir Ihnen diese sehr gerne kostenlos und unverbindlich unter der Telefonnummer: 0231/95 80 600.

Wir von Betten-Bormann wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg beim Finden Ihres perfekten Boxspringbettes. Wir stehen Ihnen in jeder Phase helfend zur Seite. Rufen Sie uns gerne an: 0231/95 80 600.

P.S. Selbstverständlich finden Sie in unserem Dortmunder Showroom eine große Auswahl an Boxspringbetten, die nach den oben genannten Kriterien ausgewählt wurden. All unsere Betten liefern und montieren wir. Das alte Bett bauen wir ab und entsorgen es. Alle Boxspringbetten können Sie unverbindlich 111 Nächte zu Hause testen.

Sie kommen nicht aus NRW? Wir greifen auf ein spezialisiertes Netzwerk in Deutschland zurück. Auf dieser Website finden Sie weitere Schlafexperten: https://schlaf-mit-mir.com/